Richtstundenzahl: 25 Stunden
Lernbereich 1: Datenschutz / Datensicherheit ( 8 Stunden)
Lernbereich 2: Geschichte der Informatik ( 3 Stunden)
Lernbereich 3: Algorithmentheorie (14 Stunden)
Bemerkungen zur didaktisch-methodischen Realisierung
Bei der didaktischen Umsetzung der Ziele des Informatikunterrichts in den Gymnasien Sachsens sind für die Auswahl der Unterrichtsgegenstände folgende Grundsätze zu beachten:
- Beispiele müssen wichtige Hard- und Softwaresysteme und ihre Funktionsweisen thematisieren
- Anwendungen sollen für die jeweilige Nutzung repräsentativ sein
- Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft sollen deutlich werden
- Beispiele entstammen der Erfahrungswelt der Schüler oder lassen sich mit dieser in Verbindung bringen
- Erkenntnisse und Erfahrungen sind verallgemeinerungsfähig und übertragbar
- Themen sind in aktiver Nutzung des Computers bearbeitbar
In den jeweiligen Teilabschnitten des Lehrplanes werden neben inhaltlichen Schwerpunkten auch methodische Aspekte aufgezeigt. Diese Überlegungen gehen davon aus, daß bestimmte Grundsätze
der Erteilung von Informatikunterricht beachtet werden. Insbesondere soll auf folgende Aspekte hingewiesen werden:
- Der Unterricht sollte in Doppelstunden organisiert werden, um ausreichend Zeit für die praktische Arbeit am Computer zu haben.
- Bei der Arbeit am Computer ist maximal auf Zweiergruppen zu orientieren, wobei in der Oberstufe der Gymnasien eine Einzelarbeit wünschenswert ist.
- Da Handbücher mit einer speziellen Zielstellung entwickelt wurden und keine Lehrbücher sind, bedarf ihre Nutzung im Unterricht einer didaktischen Unterstützung.
- Die angesprochenen Projektthemen sind im Sinne eines Projektes im Unterricht durchzuführen.
- Bei der Nutzung von Software sollte darauf geachtet werden, daß Produkte mit einer modernen und möglichst gleichartigen Bedienoberfläche ausgewählt werden.
- Bei der Einrichtung von Computerräumen hat sich eine Trennung von Arbeitsbereichen für die theoretische und die praktische Tätigkeit der Schülerinnen und Schüler als günstig
erwiesen.
- Entsprechend den Möglichkeiten der Schule sind für die Schülerinnen und Schüler Übungszeiten am Nachmittag eine sinnvolle Ergänzung der Unterrichtsarbeit.
Inhalte des Informatikunterrichts und deren Strukturierung
Informatik in der Klasse 7 des Gymnasiums
Das frühzeitige und altersgemäße Heranführen der Schülerinnen und Schüler an die informationsverarbeitende Technik und die grundlegenden Denk- und Arbeitsweisen der Informatik sind Voraussetzungen für das Verständnis dieser viele wissenschaftliche technische und wirtschaftliche Bereiche durchdringenden Wissenschaft. Die Schülerinnen und Schüler werden sowohl mit Hard- und Software als auch mit algorithmischen Arbeitsweisen vertraut gemacht. Bei der Textverarbeitung ist auf grundlegende Funktionen einzugehen, eine Produktschulung ist allerdings zu vermeiden. Ebenso ist bei der Einführung in die Problemlösung mit einer Programmierumgebung auf algorithmisches Vorgehen Wert zu legen, keinesfalls jedoch sollte ein Programmierkurs durchgeführt werden.
Informationstag
Die Schülerinnen und Schüler erwerben Grundkenntnisse im Umgang mit Computern als Einheit von Hard- und Software und erkennen die Bedeutung der Informationstechnik. Hierfür kann ein Informationstag oder ein Unterrichtsgang veranstaltet werden, an dem die Einbettung der Informatik in gesellschaftliche und technische Bereiche deutlich wird. Die Schülerinnen und Schüler werden motiviert,
sich mit informationstechnischen Themen auseinanderzusetzen.
Die fächerübergreifenden Inhalte der Informatik können an Hand von Anwendersoftware (z. B. Vokabeltrainer für den Fremdsprachenunterricht oder Grafikprogramme für Geometrie und Kunsterziehung) demonstriert werden. Damit erfolgt beispielgebend ein erster Einsatz des Computers an Themen anderer Fächer.
So kann auch die Anwendung von Standardsoftware (wie z. B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation mit Grafik und Datenbank) für die Wirtschaft und den privaten Bereich demonstriert bzw. ausprobiert werden.
Dabei soll auf Grundbegriffe der Informatik, Bestandteile des Computers, Umgang mit externen Datenträgern, Benutzeroberflächen und Probleme des Datenschutzes eingegangen werden.
Textverarbeitung und Einführung in die Problemlösung mit einer Programmierumgebung
30 Std.
Lernbereich 1: Einfache Texte (6 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler nutzen grundlegende Funktionen der Textverarbeitung und können selbständig Textdokumente erstellen und bearbeiten. |
Grundprinzipien der Textverarbeitung und Arbeit an Texten Drucken von Texten |
Praktische Arbeit an Texten; erfassen, bearbeiten, gestalten und verwalten |
Lernbereich 2: Komplexere Dokumente (2 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler sollen selbständig ein größeres Textdokument gestalten. |
Text, Brief oder Präsentation Drucken von Texten Ausblick auf andere Standardsoftware |
Bearbeiten und Gestalten von Texten |
Lernbereich 3: Einführung in die gewählte Programmierumgebung (6 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler werden in die vorhandene Programmierumgebung eingeführt und lernen aus dieser heraus das Laden und Speichern von Programmen. Über die Arbeit mit der Turtle-Grafik erkennen sie die Prozedur als eine Folge von Anweisungen in dieser Programmierumgebung, testen vorgegebene einfache Turtle-Grafik-Prozeduren und ändern diese sinnvoll ab. |
Einführung in die Programmierumgebung
Turtle-Grafik Sequenz Prozeduren |
Beispielsweise in LOGO, Turtle-PASCAL, Turtle-COMAL Verwendung einfacher einführender Beispiele, die den Zusammenhang zwischen Anweisung und Wirkung im Programm verdeutlichen (beispielsweise Zahlenraten, geometrische Probleme) |
Lernbereich 4: Daten- und Algorithmenstrukturen (4 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen ersten Einblick in das Variablen- und Datenkonzept der Programmiersprache und lernen weitere algorithmische Grundstrukturen kennen. |
Variable Selektion, Zyklus |
Unterscheidung zwischen dem Namen, dem Wert und dem Typ einer Variablen Anstreben grundlegender und beispielorientierter Kenntnisse |
Lernbereich 5: Rekursive Arbeitsweise (4 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler lernen die rekursive Prozedur kennen und vertiefen ihre Kenntnisse über das Datenkonzept, analysieren einfache Problemstellungen, stellen Algorithmen auf, übersetzen diese in die Programmiersprache und testen die gefundenen Lösungen. |
| Rekursive Arbeitsweise |
Behandlung rekursiver Prozeduren anhand einfacher Beispiele (Wortumkehr, geometrische Probleme mit Turtle-Grafik) Bedingungen für das Ende der Rekursion |
Lernbereich 6: Komplexe Übungen (6 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler wenden ihre Kenntnisse beim Erstellen umfangreicherer nichtnumerischer und numerischer Programme an. |
| Anwendungen |
Fachübergreifende Anwendungsmöglichkeiten (Vokaltausch, Primzahlermittlung, grafische Probleme - Strahlengang an Linse und Hohlspiegel u. a.) |
Informatik in der gymnasialen Oberstufe
Jahrgangsstufe 11
Wahlgrundkurs 11 : Problemlösen mit einer imperativen Programmiersprache.
60 Std
Mit dem Angebot für die Kursstufe des Gymnasiums wird auf den Grundkenntnissen der Arbeit mit einem Computer aus Klasse 7 oder auf bereits vertieften Informatikkenntnissen aufgebaut. Die Themenfestlegung
berücksichtigt ein unterschiedliches Ausgangsniveau der Schülerinnen und Schüler. Innerhalb einer integrierten Programmierumgebung werden so ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Problemlösung mit einer
imperativen Programmiersprache vermittelt oder erweitert. Der Schwerpunkt wird auf der Analyse der Problemstellung und ihrer Modellierung liegen, wobei der Erarbeitung lauffähiger Programme und der konsequenten Anwendung
der Methode der schrittweisen Verfeinerung ein großes Gewicht zukommt. Die Schülerinnen und Schüler sollen schließlich Problemlösungen mit höheren Datenstrukturen und komplexen Algorithmen kennenlernen und selbst realisieren.
Variante a: Einführung in die Programmierung
Dieser Kurs ist für Schülerinnen und Schüler konzipiert, die nur in der Klasse 7 den Informatikunterricht besucht oder Alltagsaufgaben mit Standardsoftware bearbeitet haben. In diesem Sinne muß er eine Einführung in die Grundprobleme der Programmierung geben, praktische Fertigkeiten vermitteln und zur weiteren Nutzung des Computers für selbständige Problemlösung anregen.
Lernbereich 1: Einführung in die gewählte Programmierumgebung (6 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler lernen mit Hilfe eines vorgegebenen Programmes die konkrete Programmierumgebung kennen und handhaben, so daß sie sich in den weiteren Lernbereichen auf das Problemlösen konzentrieren können. |
Programmiersprache Programmstruktur Schritte der Programmentwicklung editieren, übersetzen, verbinden, ausführen |
Einordnen der Programmiersprache Analyse eines vorgegebenen Programmes Editor, Compiler, Interpreter, Linker |
Lernbereich 2: Lineare Programmstrukturen (8 Std.)
| Es sollen einfache Programme erarbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler werden mit verschiedenen Methoden der Algorithmendarstellung bekanntgemacht, wobei im weiteren Unterricht eine Methode konsequent angewendet werden sollte. Der Struktur- und der Datenentwurf werden bei jeder Aufgabe gefordert. |
Ein- und Ausgabe-Anweisungen, Wertzuweisung Einfache Datentypen Beschreibung von Algorithmen |
Selbständiges Erarbeiten einfacher Programme
Zahl (INTEGER; REAL), Zeichen (CHAR), Zeichenketten Programmbeschreibung mit Hilfe der Umgangssprache (Pseudocode), Struktogramm |
Lernbereich 3: Zyklische Strukturen (8 Std.)
| An Hand entsprechender Aufgaben werden Kenntnisse in der Nutzung von Zyklen erworben. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Methode des Schreibtischtestes kennen und durchführen. |
| Zählzyklus, nichtabweisender Zyklus, abweisender Zyklus |
Anfangsbelegung, Zykluskörper, Abbruchbedingung |
Lernbereich 4: Auswahlstrukturen (8 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler können Programme mit Auswahlstrukturen erarbeiten. Es werden die Vergleichsoperatoren und Iogische Operatoren eingeführt. |
Unvollständige Alternative Vollständige AlternativeFallauswahl |
Logische Ausdrücke, Datentyp BOOLEAN |
Lernbereich 5: Modularisierung von Programmen (14 Std.)
| Die Vorteile der Modularisierung von Programmen und des Parameterkonzeptes sind zu verdeutlichen und bei der Bearbeitung aller folgenden Aufgaben konsequent zu fordern. An einer Aufgabenstellung sollen verschiedene Arbeitsgruppen eigene Module erarbeiten und testen sowie die Module zu einem Gesamtprogramm zusammenfügen. Auf eine exakte Angabe der Schnittstellen ist zu achten.
An einfachen Beispielen ist mit den Methoden der Iteration und Rekursion bekanntzumachen. |
Prozeduren
Funktionen Iteration und Rekursion |
Parameter (formal, aktuell), Variable (global, lokal); Diskussion elementarer Algorithmen (Min-, Max-Suche, Durchschnitt, Summe oder Produkt) Unterscheiden von Funktionen und Prozeduren Bearbeiten einfacher Beispiele (z. B. Wortumkehr, Rechenoperationen) |
Lernbereich 6: Strukturierte Datentypen (16 Std.)
| Die Erweiterung auf Datentypen, die Komponenten gleichen und unterschiedlichen Typs zusammenfassen, wird vorgenommen. Die Vereinbarung und der Zugriff (auch auf einzelne Komponenten) sollen an Hand von Beispielen erarbeitet werden. |
Feld Verbund |
Dimensionierung von Feldern, Such- und Sortieralgorithmen Achten auf Beispiele, die eine Nutzung dieser Datenstruktur erfordern |
Variante b: Komplexe Problemlösungen
Es soll auf Programmierkenntnissen, die in den Klassen 8 bis 10 zusätzlich zum Stoff der Klasse 7 erworben wurden, aufgebaut werden. Im Kurs werden innerhalb einer integrierten Programmierumgebung die Grundlagen der Problemlösung systematisiert und erweitert. Aufbauend auf das vorhandene Wissen und die Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler kann mit komplexeren Aufgabenstellungen gearbeitet werden, wobei der systematischen Problembearbeitung vor einem umfangreichen Programmieren der Vorzug zu geben ist. Auf die mögliche Bewertung von Algorithmen hinsichtlich ihrer Korrektheit und Effizienz sollte hingewiesen werden.
Lernbereich 1: Wiederholung von elementaren Strukturen (4 Std.)
Die bisher erworbenen Kenntnisse sollen systematisiert und wiederholt werden.
Sichere Kenntnisse des Kurses "Einführung in die Programmierung" (Variante a) müssen vorausgesetzt werden.
Lernbereich 2: Modularisierung von Programmen (14 Std.)
Die Vorteile der Modularisierung von Programmen und des Parameterkonzeptes sind zu verdeutlichen und bei der Bearbeitung aller folgenden Aufgaben konsequent zu fordern. An einer Aufgabenstellung sollen verschiedene Arbeitsgruppen eigene Module erarbeiten und testen und die Module zu einem Gesamtprogramm zusammenfügen. Auf eine exakte Angabe der Schnittstellen ist zu achten. An einfachen Beispielen sind Methoden der Iteration und Rekursion vorzustellen. |
Prozeduren
Funktionen Iteration und Rekursion |
Parameter (formal, aktuell), Variable (global, lokal); Diskussion elementarer Algorithmen (Min-, Max-Suche, Durchschnitt, Summe oder Produkt) Unterscheiden von Funktionen und Prozeduren Bearbeiten einfacher Beispiele (z. B. Wortumkehr, Rechenoperationen) |
Lernbereich 3: Strukturierte Datentypen (12 Std.)
| Die Erweiterung auf Datentypen, die Komponenten gleichen und unterschiedlichen Typs zusammenfassen, wird vorgenommen. Die Vereinbarung und der Zugriff (auch auf einzelne Komponenten) sollen an Hand von Beispielen erarbeitet werden. Eine Modularisierung der Programme ist zu fordern. |
Feld Verbund |
Dimensionierung von Feldern, Such- und Sortieralgorithmen Achten auf geeignete Beispiele, die eine Nutzung dieser Datenstrukturerfordern |
Lernbereich 4: Dateien (14 Std.)
| Es ist in die Möglichkeit der Dateiverwaltung und -bearbeitung einzuführen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das Speichern von Daten auf ein externes Medium,
unterschiedliche Zugriffsmöglichkeiten und Dateioperationen kennen. |
Datei als Datentyp Dateistrukturen typische Dateioperationen |
Vergleichen mit anderen Datentypen Benutzung des sequentiellen, indizierten, wahlfreien Zugriffs Arbeiten mit Dateien (Schreiben, lesen), Bearbeiten einzelner Datensätze |
Lernbereich 5: Projektarbeit (16 Std.)
| In einem Projekt sollen alle erworbenen Kenntnisse angewendet werden. Dabei wird in Gruppen gearbeitet und als Ergebnis ein lauffähiges Programm mit einer Dokumentation vorgelegt.
Auf eine Auswertung der vorgeIegten Arbeit vor der gesamten Schülergruppe wird besonderer Wert gelegt. |
Planen und Bearbeiten eines kompIexen Problems
Wertung der Resultate |
Anstreben einer flexiblen, fachübergreifenden, interessenbedingten Themenauswahl (arbeitsteilig in Gruppen) Diskussion und Bewertung der eigenen Ergebnisse |
| Anmerkung: | Die Lernbereiche 4 und 5 der Variante b "Komplexe Problemlösungen" können auch als weitere Themen im 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 12 für die Teilnehmer der Variante a "Einführung in die Programmierung" angeboten werden. Ebenso ist ein Wahlgrundkurs "Objektorientierte Programmierung" im 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 12 für die Teilnehmer der Variante b möglich. |
Jahrgangsstufe 12
Wahlgrundkurs 12/I: Anwendungen der Informatik
30 Std.
Für das erste Halbjahr des 12. Schuljahres besteht die Möglichkeit, zwischen den Varianten "Datenbank- und Informationssysteme", "Prozeßdatenverarbeitung" und "Computergrafik" zu wählen. in Ausnahmefällen ist auch eine Weiterführung
der Programmierung entsprechend der obigen Anmerkung möglich.
Auf diesen Gebieten ist für die Schülerinnen und Schüler eine praxisnahe Behandlung komplexer Anwendungsfälle zu realisieren, um die Wechselwirkungen zwischen dem Menschen und den Methoden und Werkzeugen der Informatik zu verinnerlichen. Die Auswahl der Themen sollte je nach Kurszusammensetzung, Profil und Ausrüstung der Schule mit Hardware und Software erfolgen.
Neben den fachlichen Fragestellungen sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen Erfahrungen als Anwender und Betroffene von Computertechniken und Medien auseinandersetzen. Möglichkeiten
von Betriebsbegehungen sollten genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen exemplarisch Auswahlkriterien und Konfigurationsmöglichkeiten für Standardsoftware kennen.
Variante a: Datenbank- und Informationssysteme
| Mit der Einführung in ein kommerzielles Datenbanksystem werden die Methoden des Zugangs zu Informationen und die Informationsverarbeitung sowie die Arbeit in Informationsnetzen vermittelt. Schwerpunkte sind die Beschaffung und Strukturierung von Informationen und die Präsentation von Wissen, wobei mit der Benutzeroberfläche, ohne Programmiersprache des Systems, gearbeitet wird. |
Analysieren von Daten selektieren sortieren verknüpfen Struktur einer Datenbank erstellen, ergänzen, verändern Datenfernübertragung Vernetzte Systeme im persönlichen Alltag Vergleich der Geräte und Verfahren zur Datenerfassung
Nutzung von Datenbanken in der Textverarbeitung |
Nutzen einer vorgegebenen branchenspezifischen Datenbank (z. B. Periodensystem, Kontenverwaltung)
Beispiele aus dem Erfahrungsbereich, die eine relationale Anwendung ermöglichen Nutzung bestehender simulierter oder realer Informationsnetze
Tastatur, Scanner, Markierungs- und Magnetkartenleser, Symbol- und Objekterkennung (EAN, ISBN) Serienbriefe, Berichte |
Variante b: Prozeßdatenverarbeitung
| Durch den Einsatz peripherer Geräte werden die theoretischen und technischen Grundlagen von Hard- und Softwaresystemen für die Schülerinnen und Schüler erlebbar. Der Umfang der Hardwarekenntnisse ist an den Meß-, Steuerungs- und Regelungsprozessen mit dem Computer auf Modellebene orientiert. |
Rechnereinsatz in der Fertigung
zentral - dezentral
Prinzip des Regelkreises
Meß- und Stelleinrichtungen
Datenübertragung
analog - digital
seriell - paralle
Maschinennahe Programmierung
|
Rückkopplung
Meßwerterfassung, Steuerung und Regelung von Modellen unter Nutzung eines Interface;
Sensorik und Aktorik;
Robotersteuerung;
Maschinen- und Werkstückkoordinatensysteme ;
Teach-In-Roboter
AD-Wandler, DA-Wandler (Temperaturmessung und -regelung)
Programmierung der Schnittstellen
Anwendungsbezogene simulierte Assemblersprache
|
Variante c: Computergrafik
| Der Einsatz von Softwaresystemen aus dem technischen und künstlerischen Bereich vermittelt Erfahrungen über kreative Gestaltungsmöglìchkeiten unter Einsatz des Computers und ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern abzuschätzen, inwieweit die Nutzung dieser Technik die eigenen Entfaltungsmöglichkeiten erweitert. |
Prinzip der Pixel- und Vektorgrafik
Computerunterstütztes Zeichnen und Entwerfen
Bildverarbeitende Systeme
Computer-Animation
Desktop Publishing
|
Künstlerischer Einsatz:
Einbeziehung von Scannern bzw. Videoaufzeichnungen
Erfassen, Bemaßen, Beschriften und Kombinieren technischer Zeichnungen
Maschinen- und Werkstückkoordinatensysteme
Zeichen- und Objekterkennung
Computertomografie, Lagerstättenerkundung
Metamorphose-Funktion, Simulationen
Gestalten einer Zeitung
|
Wahlgrundkurs 12/II: Gesellschaftliche und theoretische Probleme der Informatik
25 Std.
Lernbereich 1: Datenschutz/Datensicherheit: (8 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler sollen Verantwortung und Risiken der Computernutzung erkennen. |
Zugriffsschutz
Computerviren
Datenschutz
im Freistaat Sachsen;
Bundesdatenschutzgesetz
|
Ein-, Mehrnutzerbetrieb; Paßwörter;
Zugriffsrechte; Rechnernetze (Hacker)
Eventuell an Hand eines Beispieles
Verantwortlicher Umgang mit Daten;
Urheberrecht
|
Lernbereich 2: (3 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler lernen den Zusammenhang zwischen Entwicklungen in der Rechentechnik und in den Naturwissenschaften kennen. |
| Grundideen der Entwicklung der modernen Datenverarbeitung |
Beispiele und Anschauungsmaterial |
Lernbereich 3: Algorithmentheorie (14 Std.)
| Die Schülerinnen und Schüler müssen erkennen, daß nicht alle Probleme algorithmisch lösbar sind
und die lösbaren Probleme vom Aufwand her abgeschätzt werden sollten. |
Berechenbarkeit
Komplexität
Verifikation
|
Halteproblem
Such- und Sortieralgorithmen;
automatische Stundenplanung;
Handlungsreisender
Beziehung zum Programmtest
|
Inhaltlich voll entsprechend der durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus bei der sächsischen Druck- und Verlagshaus GmbH gedruckten Ausgabe des Informatiklehrplanes für Gymnasien im
Bundesland Sachsen.